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Bachelorarbeit

Optimierte Energiefruchtfolgen für Wasserschutzgebiete im Landkreis Bayreuth

Betreuer: Yakov Kuzyakov

Der Anteil von Maisanbau in Wasserschutzgebieten liegt im Landkreis Bayreuth derzeit bei 17 Prozent. Weitere wichtige Anbaufrüchte sind Wintergerste, Sommergerste und Triticale. Die Restnitratgehalte im November in 0 bis 90 cm Bodentiefe zeigen eine breite Streuung. Der Mittelwert für alle Untersuchungsflächen liegt bei 49 kg N/ha. Mit vier bzw. fünfjährigen Fruchtfolgen differenziert je nach Bodenartklasse lassen sich diese Restnitratgehalte gegen-über dem bisherigen Durchschnitt deutlich reduzieren. Durch die entsprechenden Pflanzenanbautechniken ergeben sich positive Effekte wie eine nahezu ganzjährige Bodenbedeckung, eine positive Humusbilanz und damit durch die bes-sere Erosionsstabilität eine deutlich reduzierte Gefahr der Nitratauswaschung. Durch Rück-führung des hygienisch einwandfreien Gärsubstrates können durch den geschlossenen Nährstoffkreislauf erhebliche Mengen an zugekauftem Mineraldünger eingespart werden. Die Energieerträge sind niedriger als bei stark maisdominierten Fruchtfolgen, benötigen aber durch das mehrjährige Kleegras auch weniger Arbeitsaufwand. Der Flächenbedarf für den Betrieb einer Biogasanlage mit einer elektrischen Leistung von 700 kW liegt ungefähr zwi-schen 580 und 640 Hektar. Die aufgezeigten Fruchtfolgen wurden im Rahmen von Expertenbefragungen als positiv und realisierbar bewertet. Das ökologische Ziel, eine standortgerechte, praktikable sowie attrakti-ve Energiepflanzenfruchtfolge zu entwickeln, die dem Gewässerschutz gerecht wird und da-mit eine Nutzung in Wasserschutzgebieten ermöglicht, wurde erreicht. Die ökonomische Be-wertung muss vor allem unter Berücksichtigung der jeweiligen Marktverhältnisse fallbezogen durchgeführt werden.

Letzte Änderung 25.12.2008