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Bachelorarbeit

Auflösung von zwei Silicaten durch Komponenten der Wurzelabscheidungen

Betreuer: Yakov Kuzyakov

Ziel der Arbeitet war es das Losungsverhalten unterschiedlicher Mineralien in Bezug auf verschiedene Komponenten der Wurzelexudation zu quanti zieren. Im Laborversuch wurden die beiden Primarsilikate Muskovit (Glimmer) sowie Anorthit (Feldspat) verwendet. Diesen wurden, in zwei verschiedenen Konzentrationen (1mM und 10mM), Losungen der verschiedenen Exudatkomponenten zugesetzt, wobei im Rahmen der Arbeit der hoheren Konzentration mehr Aufmerksamkeit galt. Verwendet wurden hierzu die organische Sauren Milchsaure, Oxalsaure, Apfelsaure, Fumarsaure und Bernsteinsaure. Die Aminosauren Glutamin sowie Glutaminsaure. Zusatzlich wurden noch Salzsaure und VE-Wasser getestet. Diese Gemische wurden nun, mit jeweils vierfacher Wiederholung, in Deep-Well- Platten auf einem Laborschuttler geschuttelt. Nach entsprechender Reaktionszeit wurden die abgenommenen Aliquote, nach Zugabe entsprechender Reagenzien und der folgenden Farbreaktion, im Photometer auf die Konzentration von gelostem Silicium untersucht. Im Laufe der Untersuchungen konnte ein Mineral-, Konzentrations-, sowie Komponentenabh angiges Losungsverhalten beobachtet werden. Bei den Mineralen wurde aus Anorthit, unabhangig von den verwendeten Konzentrationen, jeweils mehr Silicium gelost als aus Muskovit. Ein Konzentrationse ekt konnte ebenso festgestellt werden. So loste sich bei hoherer Konzentration der verwendeten Exudatkomponenten auch mehr Silicium bei dem jeweiligen Mineral. Die festgestellten Loslichkeitsfaktoren sind jedoch nur in einem Fall mit den Konzentrationsfaktoren identisch und weisen im allgemeinen eine extreme Bandbreite auf. Bezuglich den einzelnen Exudatkomponenten konnte eine Relation zwischen Molgewicht der organischen Saure und der Siliciumloslichkeit festgestellt werden. So stieg diese mit kleinerem Molgewicht und nahm mit steigendem Molgewicht ab. Dieser E ekt konnte bei beiden Mineralien und beiden Konzentrationen festgestellt werden. In allen Versuchsreihen konnte ein Sattigungse ekt nicht beobachtet werden. Trotz des nichtlinearen Zusammenhangs zwischen Konzentration und Siliciumloslichkeit, welches eine exakte Extrapolation auf reale Konzentrationen und somit Loslichkeitse ekte nicht ohne weiteres zu lasst, durften vor allem organische Sauren die wichtigtsten Komponenten der Wurzelexudation sein, die durchaus ihren Beitrag zur Au osung von Silicaten leisten konnen.

Letzte Änderung 25.12.2008